Religion/Ethik

Der Fachbereich Religion/Ethik stellt sich vor

Das Schulgesetz RLP § 1 Abs. 2 fordert, dass die Schule „zur Selbstbestimmung in Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen, zur Anerkennung ethischer Normen, … [und] zur Achtung vor der Überzeugung anderer“ erziehen soll. Das bedeutet, dass man sich trotz verschiedener Wertehaltungen verständigen können soll. Hierzu trägt das Fach Religion maßgebliche bei.

Religion ist auch als einziges Schulfach im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 7 Absatz 3 als „ordentliches Lehrfach“ aufgeführt wird. Dabei ist es unumgänglich, sich mit Religionen im Plural auseinanderzusetzen. Der konfessionelle Charakter des Unterrichts wird notwendig, da die persönliche Orientierung und Identitätsfindung nur auf der Basis eines lebendigen Bezugs zu einer Religionsgemeinschaft möglich ist.

Gemäß § 40 der Übergreifenden Schulordnung ergibt sich die Teilnahme am Religionsunterricht automatisch durch die jeweilige Glaubensrichtung. Die Eltern bzw. ab 14 Jahren die Schülerinnen oder Schüler selbst können die Teilnahme ablehnen oder die Teilnahme an Religionsunterricht eines anderen Bekenntnisses beantragen. Aus organisatorischen Gründen ist dies nur jeweils zum Halbjahr möglich. Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht nicht teilnehmen, besuchen den Ethikunterricht.

Bei den Schulgottesdiensten, welche die Fachschaft Religion/Ethik veranstaltet wird großen Wert auf Ökumene gelegt. Ferner sind wir auch anderen Glaubensrichtungen gegenüber offen und laden deren Vertreter zu unseren Gottesdiensten ein.

Als außerschulischen Lernorten besuchen wir beispielsweise katholische, evangelische, jüdische und muslimische Einrichtungen. Die Schülerinnen und Schülern sollen Unterschiede der heiligen Orte der verschiedenen Religionen erkennen. Die gebotene Wertschätzung und Toleranz gegenüber diesen Religionsrichtungen soll aber auch vermittelt werden, indem Gemeinsamkeiten aufgezeigt werden.

Evangelische Religion

Vor 500 Jahren entdeckt Martin Luther beim Bibelstudium „einen gnädigen Gott“ und verändert damit die Welt. So kann auch heute noch die Religion für jeden Anlass für eine Änderung seines Lebens sein. Trotz großer gesellschaftlicher und auch religiöser Veränderungen in letzten Jahrzehnten, bei denen eine religiös-kirchliche Erziehung im Elternhaus oft eine geringere Rolle spielt, sind religiöse Interessen und Bedürfnisse bei den Heranwachsenden immer noch feststellbar.

Die Fragen haben sich dabei nämlich kaum verändert. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Welche Rolle spielt der Glaube dabei in meinem Leben? Und so tauchen Fragen dieser Art auch im Lehrplan „Evangelische Religion“ auf (s. u. farbige Felder). Im weißen Bereich finden sich einige Beispiele für Lehrplanthemen. Oft gibt es auf diese Fragen aber keine konkreten Antworten, sondern der Zauber liegt in der Frage selbst.

Was hat das Thema mit mir zu tun?

Warum machen wir das im Reli-Unterricht?

Wer bin ich?
Wie will ich sein?
Brauche ich die Anderen?
Brauchen die Anderen mich?
Wie leben wir?
Warum leben wir so?
Wie leben/lebten andere?
Wo ist mein Platz in der Welt?
Wie soll ich mich verhalten?
Warum verhalten sich Menschen so?
Freundschaft hat viele Gesichter
(6. Klasse)
SehnSÜCHTE
(9. Klasse)
Gottes Schöpfung – uns anvertraut /Auftreten gegen – eintreten für
(8. Klasse)
Was sagt die Bibel dazu?
Welchen Einfluss hat die Bibel auf unser Leben heute?
  Sterben, Tod und Auferstehung
(10. Klasse)
 
Wie kam es zu der heutigen ‘Kirche’?   Jesus – Hoffnung auf eine bessere Welt immerwährende Reformation
(7. Klasse)
 
Was glauben die Anderen – woanders und bei uns? Religion, Sekte, oder?   Feste bei uns und anderen
(5. Klasse)
 

 

Katholische Religion

Im Fach katholische Religion pflegen wir einen offenen Umgang mit den persönlichen Fragen und Problemen der Schülerinnen und Schüler, wobei wir größten Wert auf Integrität und Vertrauen legen. Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Ängste und Zweifel zu nehmen und ihnen Perspektiven und Hoffnungen aufzuzeigen, um sie zu eigenständig handelnden und gefestigten Persönlichkeiten zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren, um einen höheren Grad der Toleranz im Umgang mit ihren Mitschülern zu generieren.

Im Religionsunterricht pflegen wir das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler und ihre Gesprächskultur. Hierzu gehört zum einen das Training von Gesprächsregeln als auch die inhaltliche Akzeptanz der Äußerungen von Mitschülern und deren Wertschätzung.
Durch die Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsfächern wie beispielsweise Gesellschaftslehre, stellen wir die Vermittlung sowohl christlicher als auch kultureller Werte sicher.

Die im Rahmenlehrplan katholische Religion ausgewiesenen Elemente Bibel, Gott, Jesus Christus, Kirche, Religion und Weltanschauung und Ethik ermöglichen es uns, unsere Schülerinnen und Schüler, für alle religiösen und ethischen Fragen des alltäglichen Lebens und der dazugehörigen Wertvorstellungen, zu sensibilisieren und sie auf die Probleme des menschlichen Lebens und Miteinanders aufmerksam zu machen und darauf vorzubereiten.

Ethik

Ethik

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert.

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer gibt, der empfängt;
und wer verzeiht, dem wird verziehen;
und so wird aus dem Ende ein neuer Anfang.

Amen.